Vom Feld in den Tank – Vergleich mit Benzin
Kohlenstoffzyklus
Treibhausgasemissionen, die mit der Bioethanolherstellung sowie der Verbrennung von in Biotreibstoffen enthaltenem Bioethanol in Verbindung stehen, werden durch die Aufnahme von CO2 durch die Pflanzen (Fotosynthese) während ihrem Wachstum kompensiert. Die Gesamtbilanz fällt jedoch nicht ganz neutral aus, weil für die Herstellung und die Zurverfügungstellung von während dem Umwandlungsprozess von Biomasse verbrauchten Energien und Rohstoffen CO2-Emissionen freigesetzt werden, die oft fossilen Ursprungs sind.
Die CO2-Gesamtbilanz der Produktionsstruktur hängt von der landwirtschaftlichen Phase (Feldarbeit, Dünge- und Pflanzenschutzmittel), der Wahl des Umwandlungsverfahrens (industrielle Energieoptimierung, energetische Abfallverwertung) und des Transportes (Art, Distanzen) ab.
Bei Qualitätsstrukturen kann im Vergleich zu Benzin mit einem 50 % geringeren CO2-Ausstoss gerechnet werden. Mit Produktionsstrukturen, die ganz besonders auf eine Reduktion der CO2-Emissionen ausgerichtet sind, können über 80 % des Ausstosses eingespart werden.
Bedarf an fossilen Brennstoffen und CO2-Emissionen
Der Vergleich des Bedarfs an fossilen Brennstoffen (Rohöl) und den CO2-Emissionen eines Liters Ethanol mit einem Liter Benzin führt zu äusserst unterschiedlichen Ergebnissen:
- Für die Herstellung eines Liters Benzin wird 1,36 Liter Rohöl benötigt, für die Herstellung eines Liters Ethanol lediglich 0,33 Liter (Lignozellulose).
- Während der Produktion und der Verbrennung von einem Liter Benzin werden 3 kg CO2-Äquiv. freigesetzt, bei einem Liter Ethanol jedoch nur 0,6 kg (vom Anbau der Pflanze bis zur Verbrennung des Treibstoffes).



