Stimmen zu Bioethanol

Stellungnahme der Hauptakteure in der Schweiz

Bundesämter

Die Bundesämter anerkennen heute, dass das die Verwertung von Biomasse ein ausserordentliches energetisches Potential sowie zur Reduktion von CO2-Emissionen aufweist. Die Debatte rund um die Biotreibstoffe und deren Konkurrenz mit Nahrungsmitteln tobt auch in der Bundesverwaltung. Beim Bioethanol hegt der Bund grosse Hoffnungen in die zweite Generation. So hat das Bundesamt für Umwelt (BAFU) in seinen Szenarien für die CO2-Einsparung denn auch 5 % beigemischten Ethanol als Basis für die Berechnung bei den Treibstoffen integriert! Die Eidgenössische Oberzolldirektion arbeitete mit Alcosuisse zusammen, um konkrete Ermittlungen zur Ausrichtung des Gesetzes zugunsten von umweltfreundlichen Treibstoffen durchzuführen.

Schweizerischer Bauernverband (SBV)

Der SBV räumt der Rolle der Schweizer Landwirtschaft als Nahrungsanbauer nach wie vor klare Priorität ein, unterstützt aber die Förderung von Biotreibstoffen vollumfänglich, insbesondere was die Diversifizierung der Märkte und die Beteiligung der Landwirtschaft an der nachhaltigen Entwicklung betrifft. Zudem setzt sich der SBV für eine einheimische Produktion von Biotreibstoff ein und unterstützt die Einführung von vorteilhaften Rahmenbedingungen.

Erdöl-Vereinigung (EV) und Stiftung Klimarappen

Die EV fordert ihre Mitglieder dazu auf, dank dem Einsatz von Biotreibstoffen einen Beitrag zur Reduktion von Treibhausgasemissionen zu leisten. Mehrere Mitglieder arbeiten im Rahmen des Ethanolvertriebs mit Alcosuisse zusammen.

Touring Club Schweiz (TCS)

Der nicht gewinnorientiert arbeitende Touring Club, der über 1,4 Millionen Mitglieder zählt, befürwortet grundsätzlich die Einführung von Biotreibstoff. Seiner Meinung nach ist es am wichtigsten, sich auf ein Endprodukt zu konzentrieren, das einen möglichst grossen Vorteil für die Umwelt aufweist, sowie praktische Testreihen im Strassenverkehr durchzuführen. Die Tests mit E85 sind positiv ausgefallen.