Einsatz von bEnzin5 und E85
Damit bEnzin5 wie herkömmliches Benzin eingesetzt werden kann, muss es folgende Kriterien erfüllen:
- Oktanzahl und MTBE-Kompatibilität: Die durch die Beimischung von Ethanol erhöhte Oktanzahl zeigt positive Auswirkungen in der Einführungsphase von bEnzin5: Durch die Kompatibilität von Bioethanol mit MTBE (Zusatz zur Erhöhung der Oktanzahl) kann eine nicht differenzierte Vertriebsstruktur garantiert werden, d.h. es können die gleichen Vertriebsstrukturen wie für Benzin 95 Oktan benützt werden. Diese Tatsache hat somit keinen Einfluss auf die Wahl des Vertriebssystems.
- Stabilität: Beim Zusatz zu Benzin verleiht Ethanol der Treibstoffmischung eine grosse Ähnlichkeit mit Wasser. Verschiedene Massnahmen sind vorgesehen, um diese Ähnlichkeit zu verringern (Verwendung von Ethanol in wasserfreiem Zustand; Vermeidung von Wassereintritt während der Lagerung von bEnzin5 mittels eines festen Daches; möglichst spätes Mischen, d.h. kurz vor dem Vertrieb; Beimischung eines möglichst hohen Anteils Ethanol zum Benzin).
- Kontraktion und Berechnung im Hinblick auf eine Besteuerung: Eine genaue Messbarkeit des Ethanolanteils in der Benzin-Ethanol-Mischung ist notwendig, und zwar unabhängig davon, ob auf Ethanol eine Steuer erhoben wird oder nicht. Im Moment des Mischens von Ethanol und Benzin zieht sich die Mischung zusammen und verliert an Temperatur, was ein genaues Messen des Anteils jedes einzelnen Stoffes erschwert. Beim direkten Mischen messen zwei Zähler die Mengen der zwei Stoffe bevor diese gemischt werden.
E85 ist nicht zur Verwendung als herkömmlicher Treibstoff, sondern als dessen Ersatz für Flexi-Fuel-Fahrzeuge (FFV) vorgesehen. Eine höhere Oktanzahl steigert zudem die Motorleistung und kompensiert somit zumindest teilweise den im Vergleich zu Benzin geringeren Brennwert von Ethanol.



