Eigenschaften und Verwendung von Bioethanol als Treibstoff

Wie Bioethanol zur Reduktion des CO2-Ausstosses beiträgt

Während des Wachstums nehmen die Pflanzen CO2 aus der Luft auf (Fotosynthese bei Vorhandensein von Licht) und bauen den im CO2 vorhandenen Kohlenstoff (C) in organische Substanzen um. Auf diese Art und Weise wachsen die Pflanzen. Beim Umwandlungsprozess der Pflanze in Ethanol geht der überwiegende Teil des Kohlenstoffes in den Alkohol über. Dieser Kohlenstoff wird im Fahrzeugmotor als Treibstoff verbrannt (die Energie ist im Kohlenstoff enthalten). Die Verbrennung führt zu CO2-Emissionen am Auspuff. Das ausgestossene CO2 wird erneut von einer Pflanze aufgenommen und somit entsteht in gewisser Hinsicht eine Nullrechnung, das heisst das CO2 wird recycelt. Bei der Verbrennung von Erdöl ist dies nicht der Fall, weil Erdöl nicht aus lebenden Pflanzen entstanden ist. Es werden vielmehr grosse Mengen an CO2 ausgestossen, die seit Millionen von Jahren unter der Erde lagerten.

Einfache Verwendung von Ethanol

Der Vertrieb von Bioethanol bietet die folgenden Vorteile:

  • Möglichkeit der Beimischung zu Benzin in verschiedenen Proportionen
  • Einfache Verwendung: Keine Änderungen an den Motoren oder Vertriebssystemen sind notwendig, unter der Voraussetzung, dass das dem Benzin beigemischte Bioethanol nicht mehr als 15 % beträgt.

Genormte Mischungen

Es existieren verschiedene Benzin-Ethanol-Mischungen auf dem Markt. Nach der Norm kann heute allen Benzinfahrzeugen 5 % Ethanol (bEnzin5) beigemischt werden. Im Anschluss an den Vorschlag der Europäischen Kommission vom Februar 2007 wird eine baldige Erhöhung dieses Grenzwertes auf 10 % erwartet. Parallel dazu erfährt auch der Einsatz von 85%igem Ethanoltreibstoff eine rasche Entwicklung. Bei dieser Art von Treibstoff, der Ethanol85 genannt wird, müssen die Fahrzeuge leicht angepasst werden. So genannte Flexi-Fuel-Fahrzeuge (FFV) können mit Treibstoffmischungen getankt werden, die bis zu 85 % Ethanol enthalten.