Aussichten
Das Projekt für den Bau einer Anlage für die Ethanolrektifikation und -entwässerung auf dem Areal der Eidgenössischen Alkoholverwaltung in Delémont, gleich neben dem aktuellen Betrieb von Alcosuisse, hat gute Chancen für eine rasche Umsetzung. Die Idee des Projekts besteht darin, eine flexible Anlage zu errichten, die sowohl Ethanol für Treibstoff als auch für die Pharma- und Chemieindustrie herstellen kann.
Folgende Punkte sprechen unter anderem dafür:
- Die Finanzierung scheint unter Dach und Fach zu sein und die Behörden vom Kanton (JU) und von der Gemeinde (Delémont) unterstützen das Projekt.
- Die vorgeschlagene Produktionsstruktur beruht auf der Verarbeitung von Rohethanol brasilianischer Herkunft, das unter strengster Einhaltung von ökologischen und sozialen Bedingungen hergestellt wird.
- Die Herstellung der verschiedenen Endprodukte in Delémont erfolgt unter Anwendung modernster und energiesparsamster Technologien. Eine positive Ökobilanz kann durch die Steuerbefreiung garantiert werden.
Folgende Punkte bremsen unter anderem die Entwicklung:
- Die Aussichten für den Vertrieb hängen noch von der Verbesserung des Images von nachhaltigen Produktionsstrukturen ab, bei denen oft kein Unterschied gemacht wird.
- Hinsichtlich des Vertriebes wird auf europäischer Ebene noch über den Dampfdruck bei Mischungen mit 5 % Ethanol verhandelt. Das Reglement wird auch dazu beitragen, die Situation in der Schweiz zu klären.


